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EXILIUM – Das Verschwinden des Christentums aus dem Nahen Osten

Andy Spyra
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Exilium
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In der ganzen Levante, einer Region, die früher ihre Heimat war, sind nur noch etwa 11 Millionen Christen übriggeblieben. Heute ist aus dem Vorderen Orient - der Wiege des Christentums - dessen Friedhof geworden. Seitdem das Byzantinische Reich Ende des 7. Jahrhunderts zerfiel - und parallel zum Aufstieg des Islams als neue herrschende religiöse Macht - ist die christliche Bevölkerung stark zurückgegangen. Da aber der Islam die „Menschen des Buches“ toleriert, konnten Christen immer noch in Frieden leben, auch wenn sie mit der Zeit zu einer relativ kleinen und somit gefährdeten Minderheit wurden. In einem „Dhimmitude“-Status, einem Rechtsstand im Islam, der nicht nur die Pflichten sondern auch die Rechte der Christen anerkennt, konnte das Christentum über die Jahrhunderte überleben und sogar gedeihen. Beide Völkergruppen in Nahost haben friedlich nebeneinander gelebt.

Jetzt, 1500 Jahre später, steht das Christentum in der Levante am Rande des Aussterbens. Was ist da passiert? Die Gründe für das Schwinden der Christen im Nahen Osten sind komplex und unterscheiden sich etwas in den jeweiligen Ländern der heutigen Levante-Region. Aber egal wie divers und individuell die Lage der christlichen Bevölkerung in den einzelnen Ländern sein mag, es gibt einen gemeinsamen Faktor bei allen Entwicklungen, die zum Aussterben einer christlichen Präsenz geführt haben: Politische Entscheidungen haben das Klima des religiösen Pluralismus vergiftet…

Der 1984 in Hagen geborene Fotograf Andy Spyra, der unter anderem für Die Zeit, die FAZ, den stern, Geo und das Time Magazine arbeitet, beschäftigt sich seit 2011 mit der millionenfachen Vertreibung von Christen im östlichen Mittelmeer. Seine Aufnahmen aus Gemeinden in der Türkei, im Irak, in Gaza, Palästina und Ägypten zeigt er in seiner Ausstellung EXILIUM - Das Verschwinden des Christentums aus dem Nahen Osten. Die Bilder dokumentieren eindringlich eine Entwicklung, die der mehrfach ausgezeichnete Journalist auf den Punkt bringt: "Aus der Wiege des Christentums ist dessen Friedhof geworden".

Vernissage in Anwesenheit des Künstlers am Freitag, 23.Juni um 19 Uhr. Die Ausstellung ist bis zum 23. Juli 2017 jeweils sonntags von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung zu sehen.